Friedrich Merz - der "Lobbyist" für Blackrock

Merz steht für einen klaren wirtschaftsliberalen Kurs. Zugleich ist er lange raus aus der aktiven Politk. Aber mit Politik hatte er auch in den vergangenen Jahren durchaus zu tun – vertritt der Mann doch die Interessen des größten Einzelaktionärs der Unternehmen an der deutschen Börse: Blackrock. Merz ist seit 2016 Aufsichtsratschef von Blackrock, dem größten Vermögensverwalter der Welt, der an allen Unternehmen des Deutschen Aktienindex DAX erhebliche Anteile hält. Das ist zwar nur eine der vielen Tätigkeiten und Ämter von Friedrich Merz – dazu später mehr – aber mit Sicherheit eine der herausragendsten. Merz ist nämlich nicht nur Aufsichtsrat dieses Geldriesen, sondern auch explizit dessen Lobbyist.

Lobbycontrol: Comeback in die Politik: Wer ist Friedrich Merz?

https://www.lobbycontrol.de/2018/11/comeback-in-die-politik-wer-ist-friedrich-merz/

 

Komplexe Zusammenhänge aufgedeckt:

 

Preisverleihung: Publikationen über Korruption und Finanzkrise mit Hans-Matthöfer-Preis ausgezeichnet

Der Hans-Matthöfer-Preis ehrt besonders fortschrittliche Wirtschaftspublikationen. Jetzt wurde ein Buch über die Finanzkrise und all ihre Auswirkungen sowie ein Artikel über das mächtige Billionen-Dollar-Unternehmen „BlackRock“ ausgezeichnet. Wie konnte ein Unternehmen Profit aus der Finanzkrise schlagen? (08. April 2019)

https://www.vorwaerts.de/artikel/preisverleihung-publikationen-korruption-finanzkrise-ausgezeichnet

Das Buch „Crashed – wie die Finanzkrise unsere Welt veränderte“ von Adam Tooze teilt sich den Preis mit dem Artikel „Blackrock ­– Ein Geldkonzern auf dem Weg zur globalen Vorherrschaft“.

Als „journalistische Meisterleistung“ bewertet der ehemalige Wirtschaftsweise Tooze den Artikel von Harald Schumann und Elisa Simantke, die den Preis stellvertretend für das Team „Investigate Europe“ entgegennahmen. Der Artikel erschien zunächst dreiteilig im „Tagesspiegel“:

 

1. Blackrock - Ein Geldkonzern auf dem Weg zur globalen Vorherrschaft

Er verwaltet die Ersparnisse von Millionen Anlegern, ist Europas größter Aktionär – und seine langen Arme reichen bis in Regierungen. Wie der Finanzkonzern Blackrock zum mächtigsten Unternehmen der Welt wurde.

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/blackrock-ein-geldkonzern-auf-dem-weg-zur-globalen-vorherrschaft/21246966.html

 

2. Blackrock - der größte Gewinner der Finanzkrise

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/blackrock-blackrock-der-groesste-gewinner-der-finanzkrise/21246966-2.html

 

3.Blackrock - ist auch eine politische Macht

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/blackrock-blackrock-ist-auch-eine-politische-macht/21246966-3.html

 

Weltpolitische Schattenmacht: „Group of Thirty“

Bei der „Group of Thirty“. Dabei handelt es sich um einen exklusiven Club von Notenbankern und akademischen Finanzexperten – und zahlreichen Top-Managern der Finanzindustrie. Zu den derzeit 33 Mitgliedern zählen unter anderem die Aufsichtsratschefs der Großbanken JP Morgan, Credit Suisse und UBS und der Vizepräsident des weltgrößten Geldkonzerns Blackrock, genauso wie der Chef der Bankenaufsicht bei der US-Zentralbank, die Gouverneure der Bank of England sowie der Zentralbanken Japans und Chinas – und Mario Draghi, dessen Behörde auch die 105 führenden Banken der Eurozone beaufsichtigt.

Der Club trifft sich zwei Mal jährlich hinter verschlossenen Türen. Protokolle sind nicht bekannt. Dafür veröffentlicht die „G30“ regelmäßig Empfehlungen, wie die Finanzbranche am besten reguliert werden soll. De facto bildet er eine Art öffentlich-private Partnerschaft für den friedlichen Konsens zwischen den Billionen-Jongleuren der Finanzwelt und ihren Aufsehern. Ein Kommentar von :

Mario Draghi und die "Group of Thirty" Die gefährliche Nähe der EZB zur Finanzindustrie

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/mario-draghi-und-die-group-of-thirty-die-gefaehrliche-naehe-der-ezb-zur-finanzindustrie/21209142.html

 

Es braucht keine besonderen prophetischen Fähigkeiten um abschätzen zu können, dass

BlackRock auch als größter Gewinner der Coronakrise hervorgehen wird.

 

 

 Auswirkungen sind z.B. Wettbewerbsunterdrückung:

 Anti-Competitive Effects of Common Ownership (PDF)