Der 23. April - (hoffentlich k)ein verhängnisvoller Tag und 10. Mai: Anne Will - Deutschland macht sich locker...
 

Der Stenografischen Dienst des Deutschen Bundestages verfasst von jeder Sitzung einen Sitzungsbericht, in dem nicht nur die Reden, sondern auch die meisten Zwischenrufe mit erfasst werden. Im Gegensatz zu den Videos erhält man dadurch den Eindruck, viel näher und viel lebendiger am Geschehen teilnehmen zu können.

Hier z.B. ein zusammenfassender Zwischenruf von Jan Korte [DIE LINKE] am Ende der Rede von Sebastian Münzenmaier (AfD) [Fundstelle im Sitzungsprotokoll auf Seite 19313 und das Parlaments-Video]:

"Das ist so megairre!"   


Ein anderer Abgeordneter hat sich später sogar zu Wahrsagerei hinreißen lassen...

Die Prophezeiung des Georg Nüßlein (CDU/CSU-Fraktion):

[Fundstelle im Sitzungsprotokoll auf Seite 19320 und das Parlaments-Video]

Aus der Transkription der Rede von Herrn Nüßlein (CDU/CSU):

Herr  Präsident!  Meine  Damen!  Meine  Herren!

Momentan wird eine Frage ziemlich häufig diskutiert, nämlich die Frage, warum unser Land, wie es jetzt scheint, ziemlich glimpflich durch diese Krise kommt. Was unterscheidet das Gesundheitssystem Deutschlands von anderen? Ich will das ganz kurz schlagwortartig beleuchten.

...

Jetzt  komme  ich  zu  dem,  was  mich  an  der  Debatte heute  am meisten  schockiert hat. Das  war nämlich die Rede von Herrn Münzenmaier; hier rechts sitzt er, genau.

...

Das war aber nur ein Vorgeschmack auf das, was uns demnächst blühen wird. Wenn das, was wir hier politisch veranlasst haben, und das, was unser Gesundheitssystem leistet, am Schluss Erfolg haben, dann werden Sie, von denen man die ganze Zeit nichts gehört hat, aus Ihren Löchern kommen und sagen: Das war alles unnötig, ihr habt die Wirtschaft ohne Not ruiniert, ihr habt das und jenes gemacht. – Das werdet ihr tun, nachdem ihr euch vorher versteckt habt. (Sebastian Münzenmaier [AfD]: Am 12. Februar!) Sie werden sich das anschauen und dann, wenn alles gut gegangen ist, den Neunmalklugen spielen, die Diffamierbarkeit des Ganzen ausnutzen und sagen: Wir von der AfD haben es gewusst. Man hätte alles ganz anders machen können. (Beifall bei Abgeordneten der AfD)

Ich sage das an dieser Stelle so prophezeiend, weil ich weiß, dass das so kommt, ...

...

Aber dass Sie jetzt schon anfangen, das, was wir hier tun und was die breite Mehrheit der Menschen zu Recht mitträgt, (Sebastian Münzenmaier [AfD]: Noch! – Enrico Komning [AfD]: Warten Sie mal ab!) zu diffamieren, ist schändlich.  ...

 

Anne Will - Die Schicksalssendung vom 10.05.2020:

Deutschland macht sich locker - ist das Corona-Risiko beherrschbar? (Sendung in der ARD-Mediathek, 60 min).

Über die Lockerungen der Corona-Maßnahmen diskutierten Wolfgang Kubicki, Malu Dreyer, Ute Teichert, Peter Dabrock und Viola Priesemann.

Eine Sendung, die das Potential hat, in die Annalen der Geschichte einzugehen!

Transkription der ersten Frage an Herrn Kubicki - natürlich ohne Gewähr:

8:42 Will: Herr Kubicki - sie sind Jurist, haben aber am Montag, anders als die Physikerin, die sich seit Jahren mit Ausbreitungsprozessen - auch von Viren - beschäftigt, gesagt, dass wir "über'n Berg seien" - jetzt schon - und dass wir deshalb auch lockern könnten. Denken Sie das immer noch?

8:59 Kubicki: Ja - vor allem weil ich nicht weiß, was wir mit der Zahl R gleich eins oder eins-Komma-eins-drei jetzt anfangen sollen.
Ich weiß, dass am 20.04. das RKI eine Zahl von R=1 ausgewiesen hat, eine Woche später ist es auf R=0,7 reduziert worden - nach einer
massiven Kritik von mir.
Das RKI sagt selbst, je geringer die Infiziertenzahlen sind, desto weniger aussagekräftig wird diese Zahl. Es ist eine Schätzzahl und deshalb müssen sie immer wieder fragen - gerade weil ich Jurist bin - sind die Annahmen, die der Schätzung zugrunde liegen plausibel - ja oder nein.
Wir haben zurückgehende Infiziertenzahlen, wir haben zurückgehende Zahlen an "aktiv Infizierten" und deshalb scheint es mir wenig plausibel zu sein, dass wir ausgerechnet jetzt, wo dieser Rückgang festzustellen ist, wir eine neue, stärkere R-Zahl haben.
Darauf will ich mich aber gar nicht festlegen.
Wir haben massive Grundrechtseinschränkungen und die spannende Frage lautet immer wieder - und zum Schluss entscheiden Juristen darüber, nämlich Richter dankenswerter Weise - über die Frage, sind die Grundrechtseinschränkungen in dem Maße noch gerechtfertigt. Sind die Maßnahmen, die wir eingeleitet haben geeignet, erforderlich, verhältnismäßig. Ich mach's mal an einem Beispiel: Wenn sie in Rosenheim einen Ausbruch haben in einem Altenheim, dann macht es keinen Sinn in Husum eine Kirche zu schließen, weil sie dort keine Infektionen haben. Wir haben in Nordfriesland, in Schleswig-Holstein seit zehn, zwölf Tagen keine Neuinfektionen.
(10:07) Nun kann man sagen, die können wieder eingeschleppt werden. Aber die Juristen sagen halt wieder: "Können" reicht nicht aus, um solche massiven Grundrechtseinschänkungen vorzunehmen. Ich bin dankbar, dass - von der Rechtsordnung her war es ja ohnehin so vorgesehen - die Kreise und die kreisfreien Städte wieder in die Pflicht genommen werden und dass die Landesregierungen - die originär ja zuständig sind dafür - wieder das Maß aller Dinge sind und keine Einheitlichkeit, keine juristische Kategorie ist, sondern schlicht und einfach der Tatsache geschuldet, dass Menschen nicht verwirrt werden sollen, wenn sie in Berlin andere Maßnahmen verfolgen sollen, als in Rheinland-Pfalz oder Schleswig-Holstein.

10:36 Will: Wie beobachten Sie die Menschen denn? Als ich gestern in der Stadt unterwegs war, hatte ich das Gefühl alle haben's so aufgeschnappt
für sich: "Wow - wir sind über'n Berg" - genauso wie sie es gesagt haben! [Kubicki: Ja!]
Ist ihr Vertrauen in das eigenverantwortlich Handeln der Menschen - was ja die Voraussetzung dafür wäre - dass man die Freiheiten der Menschen
wieder etablieren könnte und nicht sagt, wir riskieren ja auch eine ganze Menge, was ja auch der andere Richter so gesehen hat - dass er sagt:
Bitte, aufgrund der Gefährlichkeit dieses Viruses und der damit ausgelösten Krankheit, darf man die Freiheitsrechte für eine Weile einschränken.
Halten sie also das eigenverantwortliche Handel dafür - hmm - zu hoch, also ist ihr Vertrauen zu groß?

11:16: Kubicki: Nein - unser ganzes Gesellschaftsbild basiert auf der Annahme, dass Menschen eigenverantwortlich sind. Wenn wir das nicht mehr glauben, müssten wir den meisten Menschen das Wahlrecht entziehen. Also entscheidend ist, Menschen müssen für sich selbst sorgen. Je bewusster das ihnen ist, dass sie für ihre Eigensicherheit verantwortlich sind. Wenn jemand Angst hat, dann soll er zuhause bleiben. Wenn jemand Sorge hat, dass in einem Altenheim etwas passiert, dann soll er eben schlicht und ergreifend seine Angehörigen nicht besuchen oder umgekehrt.
Wir müssen die Eigenverantwortung wieder mehr in den Fokus nehmen. Ich sehe, dass es im Land unterschiedlich ist. In meinem Bundesland Schleswig-Holstein - von heute auf morgen - allen touristischen Verkehr gestoppt. Man muss sich das mal vorstellen, dass wir erklärt haben: Jemand der aus Rheinland-Pfalz kommt darf nicht nach Schleswig-Holstein einreisen. Jemand, der aus Hamburg kommt, darf nicht nach Schleswig-Holstein rein - einreisen.
Schwer zu verdauen - wir haben das gemacht, weil klar war, wir wollen keine Infektionsketten von außen werden.
Ich erlebe jetzt am Strand - Timmendorfer Strand - dass die Leute, auch wenn es wie Pulkbildung aussieht in aller Regel die Abstände einhalten. Zwei Meter, drei Meter voneinander entfernt - Pärchen natürlich nicht, die gehen zusammen - logischer Weise. Am Strand sind die Leute wesentlich weiter auseinander und das Konzept heißt doch: Wenn überall der Abstand eingehalten werden kann und die Hygienekonzepte umgesetzt werden können, dann macht es keinen Sinn mehr Leute daran zu hintern, ihrem Gewerbe nachzugehen, das Restaurant aufzumachen, oder wie am Strand sich zu erholen.
Vor allem weil wir ja wissen - nich' - Sonne und Luft und Bewegung ist auch gut für die Stärkung des Immunsystems.
Noch einmal - wichtig ist, dass wie die Hot-Spots im Auge behalten, wir haben jetzt...

12:40: Will: Die "Brandherde", wie Frau Priesemann...

Kubicki: ... ja mächtige Brandherde. Ich frage mich ohnehin - zwei Dinge frage ich mich, und dass nervt mich mittlerweile - erstens: Wir wussten, dass die älteren Menschen, die am stärksten gefährdeten sind, was die Mortalitätsrate angeht. Jetzt auf die Idee zu kommen, in Altenheimen zu testen, ist acht Wochen zu spät. Das hätte man am Anfang machen müssen: Die Altenheime testen, die Pflegerinnen und Pfleger testen, die Reinigungskräfte testen.
Die ausstatten mit den entsprechenden Maßnahmen - Frau Dryer - das und dass wir nach acht Wochen immer noch über eine Verfolgungs-App reden, macht mich langsam wahnsinnig. Australien hat sie gerade eingeführt, Süd-Korea hat's - das könnten wir auch, wenn diese Bundesregierung endlich mal in die Puschen kommen würde.

 

Kaum zu glauben - sitzen da etwa 'Trumps' in der deutschen Regierung?

Auf die Idee "Sonne und Luft und Bewegung" zur "Stärkung des Immunsystems" sind so in etwa auch schon andere gekommen. Jener welcher hatte darüber hinaus sogar die glorreiche Idee, UV-Licht oder "very powerfull light" in den Körper zu bringen oder dem Virus gleich mit einer Desinfektionsmittel-Injektion den Gar auszumachen - "in one minute".

Aber musste er nicht mittlerweile auch seine Meinung revidieren, bis "Ostern" mit dem Virus "durch zu sein"? Vielleicht wusste er auch einfach nicht, was mit so einer mysteriösen Zahl wie "mit der Zahl R gleich eins oder eins-Komma-eins-drei" angefangen werden soll?

In die gleiche "Kategorie" ist wohl die Aussage: "Ich weiß, dass am 20.04. das RKI eine Zahl von R=1 ausgewiesen hat, eine Woche später ist es auf R=0,7 reduziert worden - nach einer massiven Kritik von mir" einzuordnen.

Sorry - aber die R-Zahl ist das Ergebnis einer statistischen Auswertung des Infektionsgeschehens. Die Annahme, dass sich das Virus und das Infektionsgeschehen nicht das Geringste für irgendwelche, noch so "massiven Kritik"en interessiert, dürfte wohl als sehr "plausibel" eingeschätzt werden - selbst dann, wenn sie von einem "Juristen" kommen.

Und überhaupt - was erdreistet sich das RKI nun eigentlich - "ausgerechnet jetzt, wo dieser Rückgang" in den "Infiziertenzahlen" "festzustellen ist" - "eine neue, stärkere R-Zahl" auszugeben!?

Wie war das? - "Darauf will ich mich aber gar nicht festlegen." - Jou - besser is' das!

Die Unterschiedlichen, vom RKI ausgegebenen Zahlen kann man sich sozusagen als unterschiedliche "Brillen" vorstellen, mit denen auf die Daten geschaut wird. Bei einem Gesetzestext ist das ja auch nicht unüblich - da werden Interpretationen, Auslegungen oder Referenzurteile und deren Begründungen herangezogen - also auch unterschiedliche Brillen - um sich mit einem Gesetz vertraut zu machen.

 

Die R-Zahl - ganz ohne Mathematik erklärt:

R-Zahlen größer 1 füllen die Krankenhäuser und - wenn die Kapazitäten erschöpft sind - darüber hinaus übermäßig die Friedhöfe!!!

R-Zahl gleich 1: So viele aus den Krankenhäusern als genesen raus gehen, kommen zeitgleich an Neuinfektionen wieder herein.

R-Zahlen kleiner 1 leeren die Krankenhäuser und verringern dadurch auch die Anzahl der täglich hinzukommenden Totesfälle.

 

Die vom RKI für den 10.05.2020 (Tag der Anne Will Sendung) ermittelten Zahlen:

Bestätigte Fälle 169.218 (+667*)
Verstorbene 7.395 (+26*)
Anteil Verstorbene 4,4%
Genesene ca. 144.400**

(*Änderung gegenüber Vortag; **geschätzter Wert, zum Archiv der Situationsberichte des Robert Koch-Instituts zu COVID-19 ab 4.3.2020)

 

Nun doch ein bisschen Mathematik (... aber nur Punkt- und Strichrechnung):

7395 / 169218 = 0,0437... = 4,4%    -   d.h. alle bisherigen Toten geteilt durch alle bisher gemeldeten Fälle ergibt die Letalitätsrate.

169218 - 144400 = 24818   -   das sind die, die aktuell an Covid-19 erkrankt sind.

Letztere sind aber erfasst und gemeldet - also dadurch in Quarantäne oder in Behandlung - und somit keine Gefahr mehr für eine Weiterverbreitung.

Die Gefahr für die Weiterverbreitung ist die Dunkelziffer, also die Anzahl der infizierten Menschen, die noch keine Symptome zeigen und die noch nicht erfasst sind!

Für eine ganz ganz einfache Schätzung - die Modelrechnungen des RKI sind viel viel komplexer - nehmen wir mal 500 Neuinfizierte pro Tag an und weil sich dann leicht rechnen lässt einen Reproduktionsfaktor von 1. Dann sind die jeden Tag neu an das RKI übermittelten Fälle ja genau diejenigen, die schon Symptome haben oder durch Tests entdeckt wurden. Aber die, die am nächsten Tag folgen werden, sind auch schon infiziert. Die am übernächsten Tag folgen werden, sind auch schon infiziert - usw.

Die Inkubationszeit von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen liegt bei bis zu 12 Tagen. Nimmt man nun einfach mal 'sehr optimistisch' als Mittel 7 Tage (1 Woche) an, dann sind 7 mal 500 infizierte Personen - also 3500 - sozusagen schon in der "Warteschlange" (FIFO-Queue). Weiter angenommen, dass ein Infizierter (auch optimistisch) erst nach 2 Tagen selbst virulent - also ansteckend wird. Dann sind in dieser Schätzung 2500 noch unentdeckte Infizierte unterwegs, die das Virus weiter verbreiten können - meist ohne das selbst zu wissen. Das Perfide an diesem SARS-CoV-2-Virus und einige Vergleiche hier nochmal zusammengefasst.  

Von den 3500 schon infizierten Menschen in dieser (imaginären) Queue werden es 4,4% (Letalität) - also ca. 150 Menschen pro Woche - nicht schaffen!

 

Zwei Arten von Kontrolle:

Wie Frau Priesemann es in der Sendung eindringlich, logisch und klar dargestellt hat, kann man von zwei unterschiedlichen Kontrollbegriffen ausgehen:

24:33 Priesemann: Ich glaub', wir reden da von zwei Sorten von Kontrolle. Was bedeutet für sie - Frau Dreyer - unter Kontrolle haben?
Wenn ich sage "unter Kontrolle haben", dann meine ich im Prinzip alle Infektionsketten weitgehend nachverfolgen. Wenn wir jetzt 'ne Obergrenze haben und darauf warten, dass irgendwo wirklich ein Hot-Spot passiert, und - oder ein neuer Brandherd - und dass wir außerdem gleichzeitig Mobilität haben, dann ist dieser Hot-Spot sofort überall. Ich glaube, nicht, dass das gut nachverfolgbar ist - da wird Frau Teichert sicherlich mehr dazu sagen können.
Die Frage ist also wirklich - Erstens: Ist das stemmbar - sage ich mal - im schlechtesten Fall 50 pro Hunderttausend, was bedeutet 40.000 Neuinfektionen für ganz Deutschland pro Woche. Das ist ein ganzer Haufen, soviel hatten wir in den Höchstzeiten - gerade eben noch. Was mir wichtig ist, bewusst zu werden: Wenn diese Zahlen wirklich unten sind, dann ist die Kontaktnachverfolgung viel effizienter!

Dann kann man eben einen kleinen Teil, einen Teil, oder einen guten Teil der Testkapazitäten darauf verwenden, Herde zu erkennen, bevor sie zu einen neuen Ausbruch führen. Und das wär extrem wichtig das zu machen, damit es eben nicht zu einer neuen unkontrollierten Ausbreitung kommt.
Für mich ist - glaube ich - der Begriff "Wir haben den Ausbruch unter Kontrolle" ein anderer als, "Wir halten diese Zahlen niedrig genug, dass die Krankenhäuser nicht total überfordert werden".

Um das zu benennen, zum einen also die "lockere Kontrolle" (in NRW wohl einprägsamer die "lasche Kontrolle") bei zu frühen oder zu weitreichenden Lockerungen und zum anderen die "strenge Kontrolle", wenn man mit den Lockerungen noch 1 - 2 Wochen zugewartet hätte, um effizientere Kontaktnachverfolgung machen zu können.

Wenn die "lockere Kontrolle" der obigen Abschätzung entspricht, sei nun für die "strenge Kontrolle" die Schätzung mit 5 mal kleineren Fallzahlen durchexerziert:

Aus den 3500 Infizierten pro Woche werden 700 pro Woche und die Sterberate wäre mit ca. 30 pro Woche wesentlich moderater.

Der Unterschied ist 120! Mehr dazu: Forscher entwickeln Szenarien - So könnte die Corona-Pandemie weitergehen ...

 

Ein wichtiges Argument: Der Zeitgewinn!!!

Angenommen es gibt zu einem Zeitpunkt in der Zukunft einen Impfstoff oder ein wirksames Medikament. Dazu muss nun noch der Zeitraum für die Produktion und logistische Verteilung und - beim Impfstoff - die Impfung und Immunisierungszeit berücksichtigt werden.

Der Zeitgewinn ist nicht der "Zeitgewinn bei frühzeitigen Lockerungen", der durchaus noch zum Bumerang werden kann, sondern bei einer "strengen Kontrolle" der "Zeitgewinn für jeden einzelnen dadurch verschonten Menschen", die dann von der Entwicklung eines Medikamentes oder Impfstoffes profitieren und überleben könnten.

Nimmt man - auch sehr sehr optimistisch - für die Entwicklung, Studien, Produktion, Verteilung, Impfung und Immunisierung nur ein halbes Jahr (26 Wochen) an, dann wären das mit der obigen einfachen Schätzung über 3000 Menschen, die dem Tode entkommen könnten. Die realen Zahlen sind vermutlich deutlich darüber und anstatt einem halben Jahr ist wohl erst in einem Jahr mit einem Impfstoff zu rechnen. Hier von 10.000 Menschen auszugehen liegt deshalb sicherlich wesentlich näher an der Realität. Davon werden es zu einem späteren Zeitpunkt wahrscheinlich auch nicht alle schaffen, aber deren Zahl fällt vermutlich deutlich geringer aus. Täglich kommen neue Erkenntnisse hinzu, die Anlass zur Hoffnung geben. Z.B. "Zwei Marker geben Auskunft - Urintest sagt Covid-19-Verlauf voraus".

Zur "strengen Kontrolle" sollte und kann es eigentlich keine Alternative geben! Das sollte schon vom Grundgesetzt her geboten sein!

Wie wird man diese Menschen, die bei einer zu "lockeren Kontrolle" sozusagen unnötig verheizt werden, dann später in den Geschichtsbüchern nennen? "Corona-Futter"?

Gerade in Deutschland sollte sich - in Erinnerung an den 2. Weltkrieg - diese Frage erst gar nicht stellen müssen. Und unter welcher "juristischen Kategorie" wäre dass dann einzuordnen: "Dummheit", "Unwissenheit", "Unterlassene Hilfeleistung", "Körperverletzung", "Todschlag", "fahrlässige Tötung" oder vielleicht sogar "vorsätzliche Tötung" - also "Mord"?

"Dummheit" ist vermutlich keine Kategorie im juristischen Sinne - "Dummheit" ist ja auch nicht strafbar.

Wie war das: "zum Schluss entscheiden Juristen darüber, nämlich Richter dankenswerter Weise". Da kann man nur hoffen, dass die Richter über die entsprechende Einsicht, das Verständnis und die Weitsicht für ihre Entscheidungen verfügen und sich nicht durch irgendwelche schlau formulierten, juristisch spitzfindigen Klagen in die Irre führen lassen.

Man kann nur inständig Hoffen, dass die Zallzahlen weiter fallen und nicht wieder ansteigen, so dass ein zweiter Lock-Down erforderlich wird. Denen, die zwischenzeitlich gestorben sind - und noch sterben werden - kann dass leider nicht mehr helfen. Für sie ist der Zeitgewinn vertan.

 

Ein zweites wichtiges Argument: Die Mutationswahrscheinlichkeit!!!

Je weniger Infektionsfälle, umso weniger Wirte stehen dem Virus für die Reproduktion zur Verfügung und umso kleiner ist das Pool in dem sich Mutationen ereignen können. Die Zahl der schon existierenden Mutationen wird bereits jetzt auf über 200 geschätzt. Entsteht eine Mutation, die auch das Immunsystem der schon genesenen Menschen nicht erkennt, dann kann auch für diese alles nochmal von vorne losgehen. Oder es entsteht ein noch gefährlicheres Virus - was dann?

Es macht also unbedingt Sinn, das Pool für mögliche Mutationen so klein wie irgend möglich zu halten.

Ärzteblatt: Mutationen verändern Pathogenität von SARS-CoV-2

 

Ein drittes wichtiges Argument: Kinder - vielleicht doch eine neue Risikogruppe...

Aus Christian Lindner's Rede (siehe weiter unten): "nicht gesicherte Erkenntnis, sind nicht zur Wahrheit geronnene Forschung".

Das Virus - und vor allem die Auswirkungen auf Menschen - ist noch so neu, dass die Wissenschaft täglich neue Erkenntnisse durch Studien absichert.

Ausgangspunkt ist immer eine Vermutungen oder Beobachtungen, die dann genauer unter die Lupe genommen wird. Aber das braucht Zeit, und Daten...

Eine erschreckende neue Vermutung: Dass das Virus bei Kindern auch zu Komplikationen und sogar Spätfolgen führen kann!

Ich muss Anne Will zustimmen: Am vergangenen Sonntag bei einen Spaziergang durch eine Schrebergärtenkolonie konnte man Grillpartys mit bis zu 10 Personen (4 parkende Autos) - so als würde es kein Corona mehr geben. Auch auf dem nahegelegenen Spielplatz war High-Life - ein richtiges Gewusel. Es ist natürlich schon schön zu sehen, wie sie sich freuen, rumtollen, endlich raus und wieder Freude treffen dürfen. Und schon klar - für die, die in der Pubertät stecken, ist "Social distancing" die Höchststrafe.

Aber Abstandsregeln? Naja - bei den Kindern kann man des noch verstehen - es sind halt Kinder. Aber dass die Mütter auch zu fünft auf einer Bank sitzen oder die Grillparty-Gäste alle schön zusammen an einem Tisch, stimmt einen dann schon nachdenklich! Und es macht auch nachdenklich, ob nicht alle Lockerungen 1 Woche oder 14 Tage zu früh waren? Die Fallzahlen wären bei den schon erreichten Reproduktionszahlen deutlich kleiner als 1 nochmal sehr schnell und effizient zusammengeschrumpft. Aber nun - was wird der tatsächlich Preis dafür sein?

Kawasaki-ähnliches Syndrom New York rätselt über tödliche Kinderkrankheit, Stand: 11.05.2020 13:08 Uhr
https://www.tagesschau.de/ausland/new-york-kinder-entzuendung-101.html

Neuartige Entzündung bei Corona "Es hieß doch, Kinder seien nicht betroffen", Stand: 14.05.2020 04:05 Uhr
https://www.tagesschau.de/ausland/coronavirus-entzuendungen-new-york-101.html

Video Mysteriöse Entzündung bei Kindern in New York: https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-701639.html

 

"Über'n Berg"...???

Noch eine kleine Rechnung: In Deutschland leben 83 Millionen Menschen. Am 10.05.2020 hatten wir knapp 170.000 gemeldete Fälle. Diese Zahl, um die Dunkelziffer zu berücksichtigen, mal zehn genommen ergibt großzügig geschätzt also 1,7 Millionen. Das sind gerade mal ca. 2% der deutschen Bevölkerung, die das Virus schon hinter sich haben! Wie man da auf die Idee kommen kann: "wir sind über'n Berg" ist schon außergewöhnlich - nicht zu sagen krass.    

 

"We all live in a yellow submarine, yellow submarine, yellow submarine..." - Volle Kraft zurück!

Unter dem obigen Kontext ist auch die Rede von Christian Lindner (FDP) nicht ganz uninteressant [Fundstelle im Sitzungsprotokoll auf Seite 19304 und das Parlaments-Video]:

Christian Lindner (FDP): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Die Covid-19-Pandemie war, die Covid-19-Pandemie ist eine unbekannte Herausforderung, die unser Land nahezu unvorbereitet getroffen hat. Deshalb haben wir hier in diesem Parlament in großer Einmütigkeit einschneidende Maßnahmen gemeinsam beschlossen. Wir haben unser Land heruntergefahren. Wir haben Grundrechte, Grundfreiheiten eingeschränkt wie zu keinem Zeitpunkt zuvor in der Geschichte unseres Landes. Das haben wir Freie Demokraten mitgetragen. Ja, teilweise haben wir sogar dazu ermuntert, kontrolliert das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben herunterzufahren.

Nun sind einige Wochen ins Land gegangen. Nun wissen wir mehr. Nun ist das Land weiter. Der Gesundheitsschutz ist unzweifelhaft eine Aufgabe für die staatliche Verantwortungsgemeinschaft. Es gibt eben Dinge, die gehen über die Möglichkeit der individuellen Verantwortungsübernahme hinaus, Herr Gauland.

Aber die Zweifel an der Verhältnismäßigkeit des Zustandes insgesamt und die Zweifel an der Geeignetheit einzelner Maßnahmen sind ebenfalls gewachsen. Und weil die Zweifel gewachsen sind, Frau Bundeskanzlerin, endet heute auch die große Einmütigkeit in der Frage des Krisenmanagements. (Beifall bei der FDP)

Sie haben vielfach, Frau Merkel, von Vorsicht gesprochen und auch heute hier den Eindruck erweckt, wer Ihren Gedanken von Vorsicht nicht teilt, müsse sich Fahrlässigkeit oder Leichtfertigkeit vorwerfen lassen. So auch am Montag in Ihrer öffentlichen Stellungnahme. Das sind aber nur scheinbar Alternativen: Vorsicht und Leichtsinn. Freiheit und Gesundheit dürfen wir nicht und müssen wir auch nicht gegeneinander ausspielen. Das Land ist weiter. Hier ist von allen Rednern heute – und nicht nur heute – unterstrichen worden, wie verantwortungsbewusst und solidarisch die Menschen sind – Gott sei Dank. Versorgungsengpässe werden bekämpft. Die öffentlichen Gesundheitsämter und auch das Gesundheitswesen insgesamt haben ihre Kapazitäten erhöht.

Also: Das Land ist weiter, und deshalb, Frau Bundeskanzlerin, muss jetzt darüber gesprochen werden, wie wir Gesundheit und Freiheit besser vereinbaren als in den vergangenen Wochen. Es ist jetzt möglich.(Beifall bei der FDP – Ulli Nissen [SPD]: Da bin ich gespannt!) – Ich komme dazu. Die wissenschaftlichen Grundlagen für die Regierungspolitik haben sich ja regelmäßig verändert. Erst ging es um die Verdopplungszahlen, dann um die Reproduktionsquote. Erst sollten 60 bis 70 Prozent kontrolliert infiziert und dann immun werden, heute geht es um die absolute Eindämmung. (Dr. Anton Hofreiter [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: So ein Quatsch! – Zurufe von der SPD)

Masken waren erst unnötig, dann – – (Zuruf der Abg. Ulli Nissen [SPD]) – Ich rede nur über die Politik der Regierung, nicht über meine Haltung. Ich bin noch dabei, zu referieren, Kolleginnen und Kollegen.(Widerspruch bei der SPD und dem BÜND-NIS 90/DIE GRÜNEN) Masken waren erst unnötig, dann waren sie Virenschleudern, dann waren sie eine Höflichkeitsgeste, dann waren sie ein dringendes Gebot, und heute gibt es eine Maskenplicht. Ich werfe das niemandem vor, verehrte Anwesende. (Lachen beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD) Lachen Sie nur! Anhören müssen Sie es sich trotzdem. (Beifall bei der FDP – Ulli Nissen [SPD]: Aber das fällt schwer!) Ich werfe das niemandem vor.

Aber eins ist doch ersichtlich: Viele Entscheidungen sind nicht gesicherte Erkenntnis, sind nicht zur Wahrheit geronnene Forschung, (Sven-Christian Kindler [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: NRW-Landesregierung!) sondern sind politische Entscheidung, und als solche können und müssen sie hier diskutiert werden. (Beifall bei der FDP) Ich bedaure in diesem Zusammenhang das Wort „Diskussionsorgien“.(Katrin Göring-Eckardt [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: In Nordrhein-Westfalen gibt es noch weniger!) Dahinter steht ein anderes Bild von den Menschen, als wir es haben. Die Menschen werden durch politische Debatten nicht verunsichert, sondern eher bestärkt, dass mit ihren Interessen und Einschätzungen sorgfältig umgegangen, dass sorgfältig abgewogen wird. Der Staat ist immer begründungspflichtig, wenn er Grundfreiheiten einschränkt. Deshalb muss darüber diskutiert werden.(Beifall bei der FDP)Tatsächlich beklagen Beobachter wie der Politikwissenschaftler Wolfgang Merkel – zufällige Namensähnlichkeit – oder der Philosoph Julian Nida-Rümelin, dass wer in unserem Land über Öffnung diskutieren will, mindestens unter einen moralischen Rechtfertigungsdruck gerät. Gott sei Dank haben wir eine unabhängige Justiz. Das Bundesverfassungsgericht hat geurteilt, dass in der Covid-19-Pandemie das Versammlungsrecht nicht einfach pauschal eingeschränkt werden kann, und das Landgericht Hamburg hat die unsinnige 800-Quadratmeter- Regel verworfen. Das zeigt: Die unabhängige Justiz lässt sich durch Regieanweisungen der Politik nicht einschüchtern. Ein gutes Zeichen! (Beifall bei der FDP – Ralph Brinkhaus [CDU/ CSU]: Um Gottes willen! Das ist jetzt aber unter Ihrem Niveau! – Britta Haßelmann [BÜND-NIS 90/DIE GRÜNEN]: Wissen Sie eigentlich, was in der Landesverordnung Nordrhein-Westfalen von Schwarz-Gelb steht?) Und tatsächlich: Die 800-Quadratmeter-Regel oder auch die Diskriminierung der gesamten Gastronomie hält auch virologischen Ansprüchen nicht stand. Da sind wir bei den Alternativen.

Zum Ersten. Professor Gérard Krause vom Helmholtz-Institut für Infektionsforschung, also Infektiologie, in Braunschweig, ein früherer Regierungsberater in Zeiten der Ehec-Krise, hat zu Ihren Beschlüssen vom vorvergangenen Donnerstag gesagt, die seien in der Sache nicht nötig, die Orientierung an einzelnen Sparten und Quadratmeterzahlen sei unsinnig, man könne sogar die Gastronomie wieder öffnen, entscheidend sei nur der Abstand zwischen den Tischen. Oder genauer gesagt: Entscheidend ist nicht, was geöffnet und was geschlossen ist, sondern entscheidend ist, ob überall die Hygieneregeln eingehalten werden. (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der AfD)

Zum Zweiten: die Orientierung an der Reproduktionsquote. Professor Alexander Kekulé sagte dazu gestern im ZDF, das sei inzwischen das goldene Kalb des Krisenmanagements. Warum? Weil die Reproduktionsquote deutschlandweit auch insgesamt steigt, wenn es ein dramatisches Infektionsgeschehen an nur einem einzigen Hotspot gibt. Der R-Faktor für das ganze Land sagt gar nichts über die reale Situation aus, und deshalb ergibt es keinen Sinn, für Deutschland insgesamt einen Shutdown zu verhängen, sondern wir müssen viel stärker regional gegen Infektionsketten vorgehen. Denn dann haben wir eine Chance, Freiheit und Gesundheit wirksam zu vereinbaren – wirksamer als jetzt. (Beifall bei der FDP)

...

Meine Damen und Herren, wir werden uns intensiv damit auseinandersetzen müssen, ob tatsächlich weitere planwirtschaftliche Eingriffe notwendig sind, wie Sie, Herr Mützenich, es eben im Zusammenhang mit dem Lieferkettengesetz angedeutet haben. Darüber können wir gerne streiten.(Jan Korte [DIE LINKE]: Der Markt regelt jetzt alles! Das läuft sehr gut!) Wir glauben, dass es erforderlich ist, die Infektionsketten zu unterbrechen. (Zuruf der Abg. Ulli Nissen [SPD]) Aber irgendwann werden wir auch die Interventionsketten in unserer freiheitlichen Wirtschaftsordnung unterbinden müssen. Denn der Staat ist mit Sicherheit nicht der bessere Unternehmer. An dieser Einsicht hat sich auch nach Corona nichts verändert. (Beifall bei der FDP – Jan Korte [DIE LINKE]: Mehr Markt! Wir brauchen mehr Markt! Das ist eine gute Idee! Total gute Idee! Darauf muss man kommen in diesen Zeiten! Darauf muss man erst mal kommen! So ein Unsinn! – Ulli Nissen [SPD]: Dass da die FDP noch klatscht, versteh ich nicht!)

Auch kurios - oder?

"Und weil die Zweifel gewachsen sind, Frau Bundeskanzlerin, endet heute auch die große Einmütigkeit in der Frage des Krisenmanagements." - Warum? Welche Zweifel?

"Wir glauben, dass es erforderlich ist, die Infektionsketten zu unterbrechen." - welch glorreiche Erkenntnis - was für eine intellektuelle Glanzleistung.

"Viele Entscheidungen sind nicht gesicherte Erkenntnis, sind nicht zur Wahrheit geronnene Forschung" - in der Corona-Kriese, mit noch nie dagewesener Dimension sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Aber auf welche "zur Wahrheit geronnenen Forschung" die FDP ihre Erkenntnisse aufbaut ist schon irgendwie ein Rätzel.

 

Die Prophezeiung... (Fortsetzung)

Sehr geehrter Herr Dr. Nüßlein,

mit Ihrem Satz haben Sie voll ins Schwarze getroffen: "Sie werden sich das anschauen und dann, wenn alles gut gegangen ist, den Neunmalklugen spielen, die Diffamierbarkeit des Ganzen ausnutzen und sagen: Wir von der AfD haben es gewusst. Man hätte alles ganz anders machen können."

Zusätzlich ist ja nun auch noch die FDP dazugekommen. Vermutlich aus Angst, den AfD-Zug zu verpassen?

Jedoch wage ich, Ihre Prophezeiung dahingehend zu erweitern, dass der eigentliche "Donner- und Trompetenschlag" noch gar nicht wieder auf der Bildfläche erschienen ist. Und dass dieser aus Ihren eigenen Reihen kommen wird. Nämlich dann, wenn Ihr Kanzlerkandidat Herr Friedrich Merz wieder aus seinem "Loch" - oder besser aus seiner Höhle in einem vermutlich schwarzen Felsen - "gekrochen" kommt.

Natürlich exzellent vorbereitet mit einer KI-analysierten Liste in der Hand, die punktgenau aufzeigt, was "unnötig" war und um damit dann Salz in "das und jenes" zu streuen...

Übernimmt dann "Aladdin" womöglich indirekt noch mehr die Macht in Deutschland? Dann vielleicht sogar in der Regierung? Weil ja dieser "verschwiegene Vermögensverwalter" schon längst eine Macht in Deutschland ist und Anteile an fast allen größeren deutschen Börsenunternehmen hält.

Es ist beängstigend, dass Merz den Aufsichtsrat der Deutschland-Tochter des in New York ansässigen Unternehmens leitet. Wie das ohne Interessenskonflikte ausgehen soll, ist nur schwer vorstellbar!? Und das macht mir echt Sorge! Ja - es könnte sich sogar der Eindruck aufdrängen, man würde den Bock zum Gärtner machen!?

Was meinen Sie dazu? Können Sie mir das erklären?

Es ist abzuwarten, ob die CDU auch noch ihren "Schröder" braucht, wie dereinst die SPD. In diesem Fall wäre wohl das Gespann "Friedrich Merz & BlackRock" eine doppel-schwarze Spitze in Personal-Union.

Herr Merz hat sich ja schon dahingehend geäußert: "Noch mehr private Altersvorsorge" - also da weitermachen, wo Schröder aufgehört hat...

 

Mit freundlichen Grüßen und bleiben Sie gesund!

Werner Wolfrum

 

 

Comeback in die Politik: Wer ist Friedrich Merz?

Weiter mit: Friedrich Merz & BlackRock